14. November 2025. Die Abnehmspritze lässt Kilos purzeln – jetzt soll sie auch Schlanke gesünder machen. Podcast «NZZ Quantensprung» mit Lena Waltle. Die Abnehmspritze sollte nur das Gewicht verringern. Doch sie könnte auch Herzinfarkte, Alzheimer, Diabetes und sogar Sucht verhindern.
Ozempic oder Wegovy zeigen Effekte weit über das Gewicht hinaus: Sie reduzieren Entzündungen, regulieren den Blutzucker und den Stoffwechsel. Das könnte auch Menschen mit normalem Gewicht nützen. Hören Sie den Podcast (22min). - Zu schön um wahr zu sein? Renommierte deutsche Ärzte sind dafür! Und es geht dabei überhaupt nicht nur um das Abnehmen. Weitere Test sind erforderlich, große Studien sind im Gange, (höre dazu die Bemerkungen gegen Ende des Podcast) jedoch die ersten Ergebnisse sind sehr positiv! Ein Meilenstein! -DM
Die sogenannten Abnehmspritzen – medizinisch: GLP-1-Rezeptor-Agonisten wie Ozempic® und Wegovy® – sind aktuell eines der meistdiskutierten Medikamententhemen. Ursprünglich zur
Behandlung von Diabetes Typ 2 entwickelt, werden sie inzwischen auch zur unterstützenden Gewichtsabnahme bei starkem Übergewicht verschrieben.
Die Wirkung beruht auf der Beeinflussung des Sättigungsgefühls, einer Verzögerung der Magenentleerung sowie einer Verbesserung des Insulinstoffwechsels. Studien zeigen, dass in Kombination
mit einer Lebensstiländerung deutliche Gewichtsreduktionen möglich sind. Die Anwendung erfolgt in der Regel als wöchentliche Injektion.
Wichtig: Die Medikamente sind keine Lifestyle-Präparate, sondern verschreibungspflichtig und unterliegen strengen medizinischen Indikationen. Nebenwirkungen wie Übelkeit, Magenbeschwerden
oder selten schwerwiegende Nebenwirkungen sind möglich. Eine persönliche ärztliche Beratung ist unverzichtbar!
Die gesellschaftliche Diskussion reicht von Chancen bei übergewichtigen Patient:innen bis zu ethischen und rechtlichen Fragen rund um Rezeptfälschungen, Kostenübernahme durch Kassen
und Risiken bei unsachgemäßer Anwendung.
Nachfolgend findest Du verlässliche und verständlich formulierte Informationsquellen sowie weiterführende Links zum Thema.
In diesem Beitrag erläutern wir, was in Deutschland unter der Bezeichnung "Abnehmspritze" verstanden wird (vor allem Semaglutid-Präparate wie Wegovy® und Ozempic®), welche Wirkungen beobachtet werden — nicht nur Gewichtsverlust — und wo seriöse Informationsquellen zu finden sind. Die Forschung entwickelt sich schnell; die hier angegebenen Links wurden beim Erstellungsdatum geprüft, können aber später aktualisiert werden müssen. Siehe Infobox für Hinweise zu Links und Deep-Links.
Vereinbare einen Termin bei Deinem Hausarzt oder Adipositas-/Diabetologen (z. B. über den offiziellen Terminservice 116117). Bringe medizinische Befunde und eine Liste Deiner Medikamente mit. Frage konkret nach Indikation, Risiken, Nebenwirkungen, Begleitmaßnahmen (Ernährungs-/Bewegungsprogramm) und Kostenübernahme. :contentReference[oaicite:27]{index=27}
Im Anschluss findest Du 20 sorgfältig ausgewählte, frei zugängliche Quellen (Behörden, Fachgesellschaften, Open-Access-Reviews). Zu jeder Quelle gibt es einen Titel, eine kurze Kontextangabe und den Link. Nutze diese Quellen für tiefergehende, zitierfähige Informationen.
Erwartbar sind in den nächsten Monaten/Jahren weitere Studienergebnisse (kardiovaskuläre Endpunkte, Langzeit-Sicherheit), neue Zulassungsentscheidungen sowie gesundheits-politische Debatten über Erstattung und Zugang. In Deutschland werden Diskussionen über GKV-Regelungen und mögliche selektive Erstattungsmodelle wahrscheinlich bleiben. Halte die offiziellen Behördenseiten (EMA, BfArM, G-BA) für Updates im Blick.
15. November 2025. Die Zulassung der neuen Abnehmpillen steht vor der Tür, damit könnte das Spritzen überflüssig werden. Es ist nur noch eine Frage von Monaten, bis die Wirkstoffe in den Abnehmspritzen auch in Tablettenform verkauft werden. Das eröffnet der Medizin ganz neue Möglichkeiten: Abnehmpillen könnten auch zur Vorbeugung von Gewichtsproblemen dienen. Zwei Abnehmtabletten stehen kurz vor der Zulassung – aber es sind schon viele Konkurrenzprodukte in der Entwicklung. Abnehmspritzen sind nicht gerade praktisch: Die Mittel müssen stets kühl gelagert werden, dürfen aber auch nicht zu kalt werden. Der sogenannte Pen, der die Wirkstoffe enthält, muss vor der Gabe erst zusammenmontiert werden. Was Nutzer aber besonders stört: Diese Pens besitzen eine Nadel, mit der man sich selber stechen muss – in Bauch, Arm oder Oberschenkel. Die Hersteller von Medikamenten wie Mounjaro oder Wegovy bemühen sich deshalb schon seit längerem, potenzielle Kunden nicht mehr durch solche Unannehmlichkeiten abzuschrecken: Sie entwickeln Tabletten, die die Spritzen ersetzen könnten.
Hinweis: Links wurden beim Erstellungsdatum geprüft. PDFs oder tiefe Dateipfade können sich ändern — siehe Infobox.
Die Bedeutung der GLP-1- und GIP-basierten Medikamente wird nach Einschätzung vieler Fachärzte und Forschungsgruppen in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Parallel entstehen neue Wirkstoffklassen, die möglicherweise ähnlich tief in den Stoffwechsel eingreifen werden. Für Patientinnen und Patienten – insbesondere ältere Menschen mit komplexen Vorerkrankungen – wird die individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung immer wichtiger werden.
Deutsche Expertinnen und Experten weisen darauf hin, dass wir uns erst am Beginn eines medizinischen Wandels befinden, der weit über das „Abnehmen“ hinausgehen könnte. Im Fokus stehen mögliche Effekte auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Entzündungsprozesse, Fettleber, Diabetes, Suchterkrankungen sowie neurodegenerative Prozesse. Diese Forschungsbereiche bewegen sich schnell – vieles, was heute als vielversprechend gilt, kann morgen bereits widerlegt oder überholt sein.
Gesundheitssysteme weltweit – auch die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland – werden schwer abschätzen können, welche Kosten langfristig tragbar sind. Nach Aussagen vieler Gesundheitsökonomen ist davon auszugehen, dass nicht alle Indikationen erstattet werden können und dass Priorisierungen nötig sein werden.
Für Betroffene bleibt entscheidend: Der direkte Kontakt zur behandelnden Ärztin oder zum behandelnden Arzt ist der zuverlässigste Weg. Nur dort lassen sich Fragen zu Nutzen, Wechselwirkungen, Risiken und Alternativen seriös klären. Online-Quellen können unterstützen, ersetzen aber niemals eine individuelle Beratung.
Auch die hier genannten Links können im Laufe der Zeit veralten. Deshalb lohnt es sich, wiederkehrend die offiziellen medizinischen Fachgesellschaften, das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sowie die großen universitären Portale zu besuchen.
Semaglutide is a long-acting analogue of human glucagon like-1 peptide i.e. an Aib8, Arg34-GLP-1(7-37) analogue substituted on the ε-amino group of the lysine residue in position 26 with an (S)-22,40-dicarboxy10,19,24-trioxo-3,6,12,15-tetraoxa-9,18,23-triazatetracontan-1-oyl side chain. The side chain consists of two 8-amino-3,6-dioxaoctanoic acid (ADO) spacers, one γ-glutamic acid (Glu) spacer, and a fatty diacid (1,18- octadecanedioic acid). Semaglutide is produced using recombinant DNA technology in yeast (Saccharomyces cerevisiae) and chemical modification. The structural formula of semaglutide is given in Figure 1.
Figure 1 – Structural formula of semaglutide siehe S. 17/177 Assessment report "Wegovy" - International non-proprietary name: semaglutide. EUROPEAN MEDICINES AGENCY 11 November 2021 EMA/112307/2022 - Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP). Publiziert in https://www.ema.europa.eu/en/documents/assessment-report/wegovy-epar-public-assessment-report_en.pdf
Peptide wie Semaglutide sind chemische Verbindungen, die aus vielen Aminosäuren bestehen. Ihr Kennzeichen ist die CONH-Bindung.
Glucagon ist ein Hormon, das in den Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse gebildet wird und als Gegenspieler von Insulin den Blutzuckerspiegel anhebt.
Lysin ist eine essentielle Aminosäure, was bedeutet, dass der Körper sie nicht selbst herstellen kann.
Glutaminsäure ist eine nicht-essentielle Aminosäure, die als Baustein von Proteinen dient, vom Körper produziert und in vielen eiweißhaltigen Lebensmitteln vorkommt.
Die rekombinante DNA-Technologie nutzt Hefezellen als Wirtsorganismen, um Proteine wie die menschlichen oder tierischen zu produzieren. Dies ist ein gentechnischer Prozess, bei dem die DNA von Organismen kombiniert wird, um die gewünschten Proteine herzustellen.
Structurformel Semaglutide. Angaben zur Quelle:
Structure of semaglutide found in its complex with glucagon-like peptide-1receptor and Gs protein. The linker joining peptide and octadecanedioic acid is partially modelled and data could not define a position for the octadecanedioic acid moiety itself. PDB: 7KI0
Date 22 February 2024 (upload to Wikimedia Commons),
22 October 2020 (deposition at PDB)
Source Atom coordinates: https://www.rcsb.org/structure/7KI0; Visualization: Own work
Author Deposition authors: Zhang, X., Belousoff, M.J., Danev, R., Sexton, P.M., Wootten, D.;
Visualization author: Synpath
14. November 2025. Heute schon ein Resumee zu ziehen, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Gar zu rasch verändern sich die Forschungsergebnisse, und viele Neuigkeiten sind demnächst zu erwarten. Angesichts der vielen positiven Aspekte ist ein Run auf die gesetzlichen Krankenkassen zu erwarten - nur von dort ist nach Lage der Dinge wohl keine finanzielle Unterstützung zu erwarten. Trotz allem sind die Ergebnisse bisher sehr positiv und in keiner Weise zu erwarten gewesen! Erfreulich: Ein führender Hersteller ist der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk. Der Wirkstoff Semaglutid wird von Novo Nordisk unter verschiedenen Markennamen für verschiedene Anwendungsgebiete vertrieben, darunter Wegovy für Adipositas. -DM
Dieser Abschnitt gibt einen Einblick in die wissenschaftliche und organisatorische Welt, in der Wirkstoffe wie Semaglutid entwickelt werden. Es geht um Forschungsinstitute, pharmazeutische Entwicklungszentren und die Forscherinnen und Forscher, die das Verständnis von GLP-1 maßgeblich geprägt haben. Der Fokus liegt bewusst nicht auf Fotos einzelner Personen, sondern auf ihrer Arbeit, ihren Entdeckungen und den Strukturen, in denen moderne Biomedizin entsteht.
Die Entwicklung von GLP-1-basierten Medikamenten begann in den 1980er- und 1990er-Jahren an verschiedenen Universitäten, vor allem in Dänemark, Kanada und den USA. Eine zentrale Rolle spielt seit vielen Jahren der Forschungs- und Entwicklungsstandort von Novo Nordisk in Bagsværd (Dänemark). Dort wurden die entscheidenden chemischen Weiterentwicklungen vorgenommen, die später zum modernen Wirkstoff Semaglutid führten.
Weitere wichtige Beiträge zur GLP-1-Forschung stammen aus Universitäten wie der Universität Kopenhagen, der University of Toronto oder der Rockefeller University in New York. Diese Institutionen haben zentrale Grundlagenforschung betrieben: von der Entdeckung von GLP-1 bis zur Aufklärung der Stoffwechselfunktionen.
GLP-1 ist ein Hormon, das im Darm gebildet wird und dem Körper signalisiert: „Du hast gegessen, jetzt kann Insulin freigesetzt und Appetit gedrosselt werden.“ Dieses natürliche Hormon wirkt jedoch nur wenige Minuten, bevor es abgebaut wird.
Die große Herausforderung bestand daher darin, ein Molekül zu entwickeln, das den Effekt des natürlichen GLP-1 nachahmt, aber deutlich länger wirkt. Genau hier beginnen die Innovationen der moderneren Forscher: Sie verlängerten die Halbwertszeit des Hormons durch chemische Modifikationen — ein entscheidender Schritt hin zu den heutigen Medikamenten wie Ozempic und Wegovy.
Zu Beginn werden Forscherinnen und Forscher genannt; im weiteren Verlauf verwende ich der Einfachheit halber die übliche Form „Forscher“.
Diese Forscher haben gemeinsam dazu beigetragen, dass aus einem kurzlebigen Darmhormon ein moderner Wirkstoff wurde, der heute weltweit millionenfach eingesetzt wird.
Einige zentrale Unternehmen, die bei GLP-1-Agonisten (wie Semaglutid) eine große Rolle spielen:
Stand: Pipeline-Seiten der Unternehmen.
Neben injizierbaren GLP-1-Medikamenten rücken inzwischen auch orale Wirkformen – also Tabletten – in den Fokus. Besonders aktiv sind derzeit zwei Unternehmen: Novo Nordisk mit einer oralen Semaglutid-Peptidformulierung und Eli Lilly mit einem völlig anderen Ansatz auf Basis eines kleinen Moleküls (orforglipron). Beide Firmen verfügen bereits über umfangreiche klinische Daten aus Phase-3-Studien.
Novo Nordisk führt ein großes klinisches Entwicklungsprogramm durch („OASIS“), das unterschiedliche Dosierungen (u. a. 25 mg und 50 mg) und Patientengruppen untersucht. In der wichtigen Phase-3-Studie OASIS 4 erzielte orales Semaglutid 25 mg über 64 Wochen einen durchschnittlichen Gewichtsverlust von rund 16,6 %.
Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat den Zulassungsantrag für die 25-mg-Tablette zur Gewichtsreduktion angenommen (Mai 2025). Damit befindet sich die Tablettenform in einem regulären Prüfverfahren, was ein bedeutender Schritt Richtung Zulassung ist.
Weitere OASIS-Studien (z. B. OASIS 1 mit 50 mg) befinden sich ebenfalls in der Phase-3-Entwicklung und zeigen zusätzliche Wirksamkeitsdaten bei Adipositas.
Eli Lilly verfolgt einen innovativen Ansatz: orforglipron ist kein Peptid, sondern ein kleines Molekül, das als GLP-1-Agonist wirkt. Die Substanz ist als einmal täglich einzunehmende Pille konzipiert.
In der Phase-3-Studie ACHIEVE-1 (Typ-2-Diabetes) konnte der HbA1c-Wert deutlich gesenkt werden (–1,3 % bis –1,6 %), gleichzeitig wurden Gewichtsverluste von bis zu 7,9 % beobachtet.
In Studien der ATTAIN-Reihe, die auf Adipositas ohne Diabetes abzielen, erreichte orforglipron über 72 Wochen Gewichtsverluste von bis zu 12,4 %.
Aufgrund der konsistenten Studienergebnisse bereitet Lilly weltweite Zulassungsanträge vor.
Die aktuelle Informationslage basiert nicht auf Spekulationen, sondern auf phase-3-geprüften klinischen Daten. Studien zu oralem Semaglutid dokumentieren neben deutlicher Gewichtsreduktion auch günstige Effekte auf kardiometabolische Marker wie Triglyzeride oder CRP.
Orforglipron zeigt in mehreren Phase-3-Studien konsistente Ergebnisse und wird als potenziell kostengünstigere, stabilere Alternative zu Peptid-Formulierungen diskutiert.
Die Entwicklung oraler GLP-1-Therapien schreitet schnell voran. Novo Nordisk und Eli Lilly sind derzeit führend und verfügen über robuste wissenschaftliche Daten. Orale Präparate könnten eine wichtige Ergänzung zu injizierbaren Medikamenten darstellen – besonders für Menschen, die eine einfache tägliche Einnahme bevorzugen.