13. Dezember 2025. Manche Zeitgenossen tun so, als sei Künstliche Intelligenz eine Erfindung von OpenAI und habe vor gerademal drei Jahren das Licht der Welt erblickt, als ChatGPT erstmals publiziert wurde. - Falsch! Ganz falsch! Und... muss man Angst davor haben? Nein, aber genauer kennenlernen, das ist es, was wir wollen! -Dieter Müller
Wenn heute von Künstlicher Intelligenz die Rede ist, klingt das oft nach Zukunft. Nach etwas, das gerade erst beginnt. Nach einer Entwicklung, die uns überrollt.
Doch ein kurzer Blick zurück genügt, um zu merken: Das Staunen über „denkfähige Maschinen“ ist alt. Sehr alt.
Im Jahr 1816 – lange vor Strom, Computern und Algorithmen – veröffentlicht E.T.A. Hoffmann seine Erzählung „Der Sandmann“. Darin tritt Olimpia auf: eine künstliche Frau, so überzeugend gebaut, dass ein Mensch sich in sie verliebt.
Kein Blechmonster. Keine dampfende Maschine. Sondern ein Wesen, das menschlich wirkt – und genau dadurch verstört.
Hoffmann stellt damit eine Frage, die uns bis heute begleitet: Woran erkennen wir eigentlich, ob etwas „menschlich“ ist? Am Aussehen? Am Verhalten? Oder daran, dass wir es glauben wollen?
Diese Frage ist kein Zufall. Sie taucht immer wieder auf – in der Technikgeschichte, in der Philosophie, in der Informatik. Alan Turing formuliert sie 1950 neu, als er vorschlägt, Maschinen nicht nach ihrem Inneren zu beurteilen, sondern nach ihrem Verhalten im Gespräch.
Vielleicht stehen wir also mit der Künstlichen Intelligenz gar nicht am Anfang. Vielleicht stehen wir – wie so oft – auf den Schultern unserer Vorfahren.
Und genau das kann beruhigen: Neue Technik ist selten völlig neu. Neu ist meist nur das Tempo.
Diese Quellen ermöglichen einen kurzen Blick in die Vorgeschichte dessen, was wir heute Künstliche Intelligenz nennen – literarisch, technisch und historisch.
E.T.A. Hoffmann: „Der Sandmann“ (1816)
Der vollständige Originaltext der Erzählung – frei zugänglich und gut lesbar.
Geschichte der Künstlichen Intelligenz (Wikipedia, deutsch)
Sachlicher Überblick über die wichtigsten Entwicklungslinien der KI.
Geschichte der KI – Bosch Stories
Technikorientierte Einordnung mit Fokus auf Industrie und Forschung.
Interview mit Jürgen Schmidhuber (YouTube)
Der „Vater der KI“ spricht über frühe Ideen – inklusive literarischer Bezüge.
Der Vater der KI: „Wir haben noch 3 Jahre!” Roboter, Singularität & die Zukunft (Jürgen Schmidhuber)
Prof. Dr. Jürgen Schmidhuber – von der New York Times als „Vater der Künstlichen Intelligenz“ bezeichnet – erklärt in diesem „Jürgen Schmidhuber Künstliche Intelligenz Interview“, warum KI für ihn die wichtigste Erfindung seit dem Feuer ist, wie Bewusstsein in lernenden Systemen ganz nebenbei entsteht und weshalb der Nobelpreis 2024 für Hinton und Hopfield aus seiner Sicht ein „Witz“ ist. Wir sprechen über seine frühen Durchbrüche hinter LSTM, Transformer-Varianten und moderner generativer KI, über selbstverbessernde Systeme, die Gödel-Maschine, die viel diskutierte Intelligenzexplosion, die Jobzukunft von Wissensarbeit vs. Handwerk und seine Prognose, dass 2029 und 2042 zu Wendepunkten der Menschheitsgeschichte werden könnten. Außerdem: Schmidhubers ungeschönte Meinung zu KI-Warnungen, Büroklammer-Maximierern, dem Alignment-Hype, Elon Musks KI-Strategie, der Simulationshypothese und der Frage, warum die nächsten 13 Jahre mehr verändern könnten als 13.000 Jahre Zivilisation.
Heute sorgt mancher Deepfake für Aufsehen: ein Gesicht, das Dinge sagt, die nie gesagt wurden, ein Bild, das nie aufgenommen wurde.
Doch wusstest Du: Schon im 19. Jahrhundert wurden Fotografien bewusst manipuliert?
Ein Foto galt damals als Beweis. Ein Abdruck der Wirklichkeit. Und genau deshalb war es ideal für Täuschungen.
Fotografen nutzten einfache Tricks wie Doppelbelichtungen: Sie belichteten ein Negativ mehrmals, so dass zwei Personen gleichzeitig im Bild erschienen – oder scheinbar unsichtbare Gestalten plötzlich neben den Portraitierten standen.
In Paris oder London – überall sprachen Zeitungen von «Geisterbildern». Manche zeigten Angehörige, die «aus dem Jenseits» zurückgekehrt seien. Viele Menschen glaubten das. Und nur wenige erkannten die technischen Tricks dahinter.
Diese frühen Manipulationen zeigen etwas Grundlegendes: Ein Foto ist kein Beweis per se. Ein Bild kann täuschen. Und schon im 19. Jahrhundert verstanden Menschen, wie man es dazu bringt.
Das bedeutet: Misstrauen gegenüber Bildern ist so alt wie die Fotografie selbst.
Das bringt uns direkt zur Frage: Wenn ein Foto schon damals täuschen konnte – wie gehen wir heute mit Bildern und Daten um?
Was haben fotografische Manipulationen des 19. Jahrhunderts mit Künstlicher Intelligenz zu tun?
Zunächst wirkt es weit entfernt.
Doch im Kern geht es um dasselbe Thema:
Wie entsteht ein Bild?
Und wie können wir beurteilen, ob es echt ist?
Heute sind es nicht mehr Doppelbelichtungen, sondern komplexe Algorithmen,
die Bilder erzeugen, verändern oder imitieren können –
sogar so perfekt, dass viele Menschen den Unterschied nicht sehen.
Aber genau hier setzt KI an:
Sie ist nicht nur ein Werkzeug zur Erzeugung von täuschenden Bildern,
sondern auch ein Werkzeug, um Täuschungen zu erkennen.
Moderne KI-Systeme können Muster in Bildern, Sprache oder Daten erkennen,
die für uns Menschen zu groß oder zu komplex wären.
Sie helfen, Fälschungen zu enttarnen,
sie helfen bei medizinischer Diagnose,
sie helfen bei Spracherkennung, Übersetzung, Robotik.
Der Sprung von den frühen Foto-Tricks zu heutigen intelligenten Algorithmen
zeigt uns etwas Entscheidendes:
Technik kann täuschen –
aber Technik kann uns auch helfen, Wahrheit besser zu erkennen.
Das erklärt, warum wir KI heute nicht nur mit Skepsis,
sondern auch mit Sachverstand und Gelassenheit begegnen sollten.
Als ich mich zum ersten Mal ernsthaft mit Künstlicher Intelligenz beschäftigt habe, hat mich etwas überrascht.
Nicht die Technik. Nicht die Leistungsfähigkeit. Sondern die Reaktionen der Menschen.
Viele sagten: „Das ist unheimlich.“ „Das geht zu schnell.“ „Das wird uns überrollen.“
Und da musste ich schmunzeln. Denn genau diese Sätze kenne ich.
Sie wurden gesagt, als das erste Auto durch die Städte fuhr. Als das Radio ins Wohnzimmer kam. Als der Fernseher angeblich das Denken übernahm. Und später, als das Internet begann, Fragen zu beantworten.
Immer wieder dieselbe Reaktion: Staunen. Skepsis. Ein bisschen Angst.
Und immer wieder dieselbe Erkenntnis: Nicht die Technik entscheidet, sondern wie wir sie nutzen.
Deshalb möchte ich heute keine Angst schüren. Ich möchte erklären. Einordnen. Und zeigen, was diese Werkzeuge können – und was nicht.
Denn Künstliche Intelligenz ist kein Drama. Sie ist eine spannende Entwicklung. Und vor allem: ein Werkzeug.
14. Dezember 2025. Hier meine Präsentation, generiert mit Unterstützung durch ChatGPT und NotebookLM.
13. Dezember 2025. „Und weil abstrakte Diskussionen wenig helfen, schauen wir uns jetzt ganz konkret fünf Werkzeuge an, die heute schon genutzt werden – sinnvoll, praktisch und ohne Zauberei. - KI ohne Angst!"