Während die Bertelsmann Stiftung zeigt, wie viele KI-Jobs es tatsächlich gibt, richtet das ifo Institut den Blick auf eine andere zentrale Frage:
Wie verändert Künstliche Intelligenz bestehende Arbeit – aus Sicht der Unternehmen?
Die Analysen des ifo Instituts basieren auf Unternehmensbefragungen und Arbeitsmarktdaten und zeigen nüchtern, welche Tätigkeiten durch KI ersetzt, ergänzt oder aufgewertet werden.
Das ifo Institut untersucht seit mehreren Jahren:
Grundlage sind vor allem regelmäßige Unternehmensbefragungen sowie Tätigkeitsanalysen (Routine vs. komplexe Aufgaben).
Die wichtigste Botschaft des ifo Instituts lautet:
Künstliche Intelligenz verdrängt vor allem bestimmte Tätigkeiten, nicht ganze Berufe.
Für Berufseinsteiger bedeutet das: Entscheidend ist, welche Aufgaben man übernimmt und wie nahe diese an Verantwortung liegen.
Aus Unternehmenssicht besonders gut automatisierbar sind:
Diese Tätigkeiten verschwinden nicht sofort, verlieren aber langfristig an Bedeutung.
Unternehmen erwarten steigende Nachfrage bei Aufgaben, die:
Besonders stabil sind Tätigkeiten mit Kundenkontakt, Teamarbeit und Koordinationsfunktion.
Achte bei Ausbildung oder Studium darauf, nicht nur Zuarbeit zu leisten, sondern Verantwortung übernehmen zu können.
Routine ist leicht automatisierbar. Wer Abläufe versteht und hinterfragt, bleibt für Unternehmen wertvoll.
Unternehmen suchen keine reinen Technikfans, sondern Menschen, die Technik sinnvoll einsetzen und Ergebnisse einordnen können.
KI wirkt je nach Branche sehr unterschiedlich. Wer sein Arbeitsumfeld versteht, kann Technik gezielter einsetzen.
Offenheit für Weiterbildung und Anpassung an neue Prozesse gehört aus Unternehmenssicht zu den Kernanforderungen.
Je näher eine Tätigkeit an Verantwortung liegt, desto schwieriger ist ihre Automatisierung.
Die Unternehmensdaten sprechen klar dagegen.
Sicher ist nicht, wer Routine beherrscht – sondern wer Verantwortung übernehmen kann.