Es gibt derzeit kein frei verfügbares Digitalisat des Holzschnitts von 1498. Johannes empfängt hier seine Visionen (Offb 1,9), das Bild bleibt daher nur textlich dargestellt.
Die übrigen 14 Blätter der Apokalypse sind vollständig abgebildet. Diese Darstellung sichert die Vollständigkeit der Serie, bis ein rechtssicheres Bild gefunden wird.
Johannes auf Patmos“ – Holzschnitt von Albrecht Dürer aus der Apokalypse (Urfassung 1498)
25. Februar 2026. Leider ist aktuell kein frei zugängliches Digitalisat dieses Originals im Internet verfügbar, das eine sichere und rechtlich unbedenkliche Einbindung ermöglicht. Trotz intensiver Suche in institutionellen Sammlungen und offenen Archiven konnte kein eindeutig gemeinfreies Bild dieses zweiten Blattes gefunden werden. Viele Online-Darstellungen stammen aus späteren Ausgaben, registrierten Faksimiles oder sind lizenzpflichtig und können daher hier nicht gezeigt werden. Das Motiv selbst ist jedoch Teil der bekannten 1498er Holzschnitt-Apokalypse von Albrecht Dürer und zeigt den Evangelisten Johannes auf der Insel Patmos beim Beginn seiner Visionen der Offenbarung (Offb 1,9). Du findest hier die übrigen 14 Blätter der Urfassung; dieses Motiv wird textlich erläutert, bis ein rechtssicheres Bild frei verfügbar ist.
Die Insel Patmos ist für uns heute Symbol für Rückzug und Vision. Dürer zeigt Johannes als stillen Beobachter der kommenden Ereignisse – ein Motiv, das Kontemplation und Offenbarung verbindet.
Johannes empfängt auf Patmos die Offenbarung Gottes (Offb 1,9). Hier beginnt die Vision der Apokalypse, er dient als Vermittler zwischen göttlicher Botschaft und der Welt.
Dürer stellt Johannes auf Patmos in einfacher, kontemplativer Pose dar, oft mit Feder und Buch, die Landschaft spärlich angedeutet. Die Inszenierung unterstreicht seine Rolle als prophetischer Zeuge.
Die Wahl Patmos (Insel vor Ephesus) als Schauplatz reflektiert die Sehnsucht nach Rückzug und geistiger Sammlung in einer unsicheren Zeit: politische Spannungen, Reformation, Türkengefahr und die erwartete Apokalypse des Jahres 1500. Johannes hatte das Martyrium in Rom auf wundersame Weise überlebt und wurde anschließend nach Patmos verbannt.